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Sportanlagen in Neunkirchen-Seelscheid

Meldung vom

Die politischen Gremien der Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid beschäftigen sich derzeit mit der Verlegung der Sportplätze „Höfferhofer Straße“ und „Am Hang“. Dazu an dieser Stelle einige Hintergrundinformationen in Kürze einmal für Sie zusammengefasst: 

Sportplatz Höfferhofer Straße:

Ursprünglich lag der Sportplatz an der Ohlenhohnstraße. In den 60er-Jahren wurde er an die Höfferhofer Straße verlegt, da an der Ohlenhohnstraße Gewerbe angesiedelt werden sollte.

Seitdem rückte die Bebauung in diesem Bereich immer näher an den Sportplatz heran.

90er Jahre: Bei der Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes wurde der Sportplatz Höfferhof bereits als Wohnbaufläche dargestellt. Als Ersatzstandorte für den Sportplatz wurden Flächen an der Eischeider Straße und zwischen Neunkirchen und Wolperath dargestellt.

2004: Aufstellungsbeschluss Bebauungsplan „Alter Sportplatz Höfferhof“ (Wohngebiet auf dem Sportplatz).

2005 – 2006: EU weite Ausschreibung zur Investorensuche zwecks Verlegung des Sportplatzes Neunkirchen zur Eischeider Straße sowie Verlegung des Sportplatzes Seelscheid von der Breite Straße zur Talstraße. Die Vergabe scheiterte unter anderem, weil der Wenigerbach im Bereich des Sportplatzes Seelscheid renaturiert werden musste und durch diese Maßnahme Flächen wegfielen, die zur Vermarktung für Wohnbebauung vorgesehen waren.

2008: Machbarkeitsstudie zur Überprüfung der Standorte Eischeid-Sternstraße und Neunkirchen-Südwest

2012: Gemeinderat beschließt den Verkauf des Sportplatzes Höfferhofer Straße in 2018 und des Sportplatzes Antoniuskolleg in 2019. Einplanung im Haushalt bzw. Haushaltssanierungsplan (Voraussetzung zur Teilnahme am „Stärkungspakt Stadtfinanzen“).

Januar 2016: Ratsklausur – Mögliche Standorte wurden besprochen.

März – Juni 2016: Information der zuständigen Fachausschüsse hinsichtlich der  Standortmöglichkeiten.

Warum wurde über die Veräußerung der Sportplätze entschieden?

Seit dem Jahr 2012 nimmt die Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid am Stärkungspakt Stadtfinanzen (Stärkungspaktgesetz) teil. Neben den Konsolidierungshilfen des Landes muss die Gemeinde eigene Maßnahmen ergreifen, um wieder einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen (sogenannte „schwarze Null“).

Der Gemeinderat hat deswegen im Jahr 2012 einen verbindlichen Haushaltssanierungsplan beschlossen, um schrittweise bis zum Jahr 2021 den Ausgleich des Haushaltes ohne Konsolidierungshilfe erreichen zu können. Unter anderem beinhaltet dieser Haushaltssanierungsplan neben vielen Einsparmaßnahmen auch Maßnahmen zur Einnahmeverbesserung, so unter anderem die Veräußerung der Sportplätze. Die Erlöse aus dem Verkauf der Sportplätze sind deswegen im Haushaltssanierungsplan als Erträge fest etatisiert und zwar im Jahr 2018 (Sportplatz Höfferhof) und 2019 (Sportplatz Am Hang). 

Die Einhaltung der einzelnen Maßnahmenschritte zur Haushaltssanierung wird von der Bezirksregierung streng überwacht. Die Verkaufserlöse der Sportplätze tragen einen maßgeblichen Anteil zum Erreichen des Haushaltssanierungszieles bei. Sollten die eingeplanten Erlöse nicht realisiert werden, müssen entsprechende andere Maßnahmen generiert werden, die die gleiche Konsolidierungswirkung erreichen. Diese dürften jedoch nicht ohne weiteres durch andere Maßnahmen zu kompensieren sein. 

Sportplatz Am Hang (Antoniuskolleg)

Für 2019 ist gemäß Haushaltssanierungsplan weiterhin die Veräußerung des Sportplatzes des Antoniuskollegs vorgesehen. Die Fläche soll anschließend als Wohnbaufläche vermarktet werden, so die Beschlusslage. Dem Antoniuskolleg soll ein adäquater Sportplatz zur Verfügung gestellt werden. Als Ersatzstandort käme eine Fläche im Bereich Neunkirchen-Süd in Frage, die für eine Schulsportanlage ausreichend wäre. Die Fläche steht im Eigentum der Gemeindewerke (AöR).

Die besagte Fläche scheint als Ersatzfläche für den Sportplatz Höfferhofer Straße aber ungeeignet, weil an eine Sportanlage vom Typ C andere räumliche Anforderungen zu stellen sind. Demnach käme als Alternativstandorte für den Sportplatz Höfferhofer Straße gegenwärtig die Standorte Breitscheid und Eischeid in Frage. 

Wie geht es jetzt weiter?

Die politischen Gremien nehmen nun den Beratungsprozess bezüglich der Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen auf. Dies erfolgt auch unter Beteiligung/Anhörung der Schulen sowie der betroffenen Vereine in Neunkirchen und Seelscheid.
Sofern der Gemeinderat zustimmt, wird die Verwaltung zeitnah eine Bürgerinformationsveranstaltung durchführen, um die Hintergründe zur Sportplatzverlegung ausführlich darzustellen.  

Eine wichtige Fragestellung wird auch sein, welche sich bietenden Lösungen zur ordnungsmäßen Umsetzung der beschlossenen Sanierungsmaßnahmen zum Tragen kommen werden. Die zeitliche Abwicklung der Projekte stellt eine besondere Herausforderung dar, denn es muss sichergestellt sein, dass die bestehenden Sportanlagen so lange genutzt werden können, bis die neuen Anlagen zur Verfügung stehen.