Aktuelle Nachrichten und Informationen

Radverkehr in Neunkirchen-Seelscheid

Meldung vom

Die aktuelle Radverkehrsregelung ist weiterhin gültig.

"Angekündigt aber nicht angeordnet“, so ist der derzeitige Sachstand zur Radverkehrsführung in Neunkirchen-Seelscheid mit wenigen Worten zu beschreiben. Im April dieses Jahres ging bei einigen ausgewählten Lokalredaktionen die Info ein, dass die aktuelle Radverkehrsregelung in Neunkirchen-Seelscheid aufgehoben werden soll. Viele Bürgerinnen und Bürger nahmen die Informationen aus der Zeitung daraufhin zum Anlass, um von den aktuell gültigen Radverkehrsregelungen abzurücken und sich wieder gemäß den ursprünglichen Regelungen zu verhalten. Dies kann – so sei an dieser Stelle angemerkt - im Falle eines versicherungspflichtigen Schadens, Konsequenzen nach sich ziehen.

Die Information zur Änderung der Radverkehrsführung beruht nicht auf einer offiziellen Pressemitteilung des Rhein-Sieg-Kreises. Auch die Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid wurde bisher nicht von der Straßenverkehrsbehörde angewiesen, die bestehende Radverkehrsregelung aufzuheben bzw. zu ändern.

Die Gemeindeverwaltung wirkt derzeit darauf hin, schleunigst eine verbindliche Anordnung der Straßenverkehrsbehörde zu bekommen, damit endlich Klarheit für Radfahrende und Fußgänger geschaffen werden kann. Bis dahin darf die Gemeinde jedoch keine Änderungen vornehmen. Das bedeutet:  Die aktuelle Radverkehrsregelung hat bis auf weiteres Gültigkeit und ist zu beachten!

Hintergrund zum Thema:

Im April 2018 wurde auf Veranlassung des Straßenverkehrsamtes des Rhein-Sieg-Kreises eine Radverkehrsschau in Neunkirchen-Seelscheid durchgeführt. Dabei wurden die bestehenden kombinierten Geh-/Radwege in der Gemeinde befahren und nach ihrem Gefahrenpotential bewertet. Daraufhin und unter Berücksichtigung geänderter Vorschriften hinsichtlich der Breite zum Bau u. Betrieb von Radwegen entschied die Verkehrskommission die Radverkehrsführung in Neunkirchen und Seelscheid in weiten Teilen durch Aufhebung der Radwegbenutzungspflicht auf die Fahrbahn zu verlegen. Die entsprechenden verkehrsrechtlichen Maßnahmen (Verhüllung der Radwegbeschilderung) wurden daraufhin im August 2018 vom Straßenverkehrsamt angeordnet und sollten zunächst für eine Erprobungsphase von neun Monaten gelten.

Die neue Regelung hat bei den Radfahrenden nicht nur zu Unmut geführt, sondern auch zu großer Verunsicherung. Zahlreiche Beschwerdebriefe aus der Bürgerschaft gingen bei der Verwaltung ein. Auch die kommunale Politik machte übereinstimmend deutlich, dass die angeordnete Regelung nicht für eine dauerhafte Umsetzung  geeignet ist. Die Bedenken wurden der anordnenden Straßenverkehrsbehörde mitgeteilt und es wurde zugleich um Aufhebung bzw. Änderung der aktuellen Radverkehrsregelung gebeten.