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Thurn Germany: Insolvenzverwalter gibt einseitig Scheitern der Verhandlungen bekannt

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Nachdem sich die Chance für einen Weiterbetrieb des Unternehmens durch einen Investor abzeichnete, hatten Bürgermeister Norbert Büscher, Bürgermeisterin Nicole Berka und gKU-Vorstand Johannes Hagen in mehreren Gesprächen mit dem Insolvenzverwalter und dem Investor bis zuletzt versucht, eine Einigung über einen Mietvertrag zu erzielen. Nicht zuletzt auch, um die Arbeitsplätze der Beschäftigten zu sichern.

Das Kommunalunternehmen der Gemeinden Much und Neunkirchen-Seelscheid hatte das Grundstück mit dem Gewerbebetrieb ohne einen bestehenden Mietvertrag aus der Insolvenzmasse erworben mit dem Ziel einer nachhaltigen gewerblichen Entwicklung. Zahlreiche neue und zukunftssichere Arbeitsplätze sollen entstehen.

Dabei wäre auch eine Ansiedlung des Investors am Standort bei späterem Erwerb des Grundstücks eine denkbare Option seitens des gemeinsamen Kommunalunternehmens (gKU) gewesen.

Als Entgegenkommen wurde zunächst eine Mietoption angeboten. Der vom Investor angestrebte Mietvertrag über einen Zeitraum von 15 Jahren hätte für das Kommunalunternehmen unkalkulierbare Risiken bedeutet, die zu Lasten des Steuerzahlers gegangen wären. Das gKU bat darum, einen Geschäftsplan des Unternehmens für den Standort Neunkirchen-Seelscheid zu erhalten, um die Befürchtungen einer erneuten Insolvenz auszuräumen, aber auch um den Erhalt der Arbeitsplätze perspektivisch zu sichern. Weder hierauf ging der Investor ein, noch auf ein durch das gkU unterbreitetes Mietangebot.

Die Gemeinden haben am 22.09.2021 aus der Presse erfahren, dass die Verhandlungen durch den Insolvenzverwalter für gescheitert erklärt wurden. Bis zuletzt war die Verhandlungsbereitschaft des gkU gegeben. Mit großem Bedauern nehmen wir diese einseitige Entscheidung des Investors, die Verhandlungen nicht weiterzuführen sowie die unverbindliche Kommunikation des Insolvenzverwalters hierüber zur Kenntnis. Im Sinne der Beschäftigten hätten wir uns einen seriöseren Umgang gewünscht.