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Mit dem Baumkontrolleur in Neunkirchen-Seelscheid unterwegs

Meldung vom

Heiße Sommer und wenig Regen setzen den Bäumen in der Gemeinde zu. Umso wichtiger sind daher regelmäßige Baumkontrollen. Ein Einblick in die Arbeit des Baumkontrolleurs M. Mehls:

Seit einigen Wochen ist er regelmäßig im Gemeindegebiet zu sehen: Ein Kleintransporter des gKU (gemeinsames Kommunalunternehmen Much und Neunkirchen-Seelscheid) mit der Aufschrift Baumkontrolle. In diesem Fahrzeug ist Baumkontrolleur M. Mehls im Auftrag von Neunkirchen-Seelscheid und Much unterwegs.

Aber was ist ein Baumkontrolleur und wie sieht diese Tätigkeit aus? Das soll an dieser Stelle etwas genauer erklärt werden.

Gemeinden sind im Rahmen ihrer Verkehrssicherungspflicht zur regelmäßigen Kontrolle und Dokumentation verpflichtet. Mit Hilfe der Untersuchungsergebnisse können dann notwendige Maßnahmen abgeleitet werden, zum Beispiel eine besondere Pflege für kranke oder beschädigte Bäume. Das übernehmen dann entweder die Mitarbeiter*innen des gKU  oder bei größeren Arbeiten auch externe Fachunternehmen.

Die Arbeit von Baumkontrolleuren und -kontrolleurinnen ist wichtig für unser Klima vor Ort. Denn Bäume spenden Schatten und schaffen durch die Transpiration ihrer Blätter kühlere Luftbereiche, was vor allem in den heißen Sommermonaten dem Aufheizen in Siedlungsbereichen entgegenwirkt. Bäume tragen so auch direkt zum Wohlbefinden der Menschen in der Gemeinde bei.

So läuft die Baumuntersuchung ab

Die Bäume werden sowohl im Sommer als auch im Winterhalbjahr regelmäßig kontrolliert. Es wird eine visuelle Baumkontrolle durchgeführt .Totholz wird detektiert, Baumhöhlungen werden untersucht, und bei Bedarf weitere Messungen und Untersuchungen durchgeführt, mit dem Ziel die Standsicherheit und Gesundheit der Bäume an öffentlich zugänglichen Flächen sicherzustellen.

Die Hauptuntersuchungen finden aktuell im Spätherbst statt, damit die notwendigen Pflegemaßnahmen nicht mit der Vogelschutzzeit in Konflikt geraten.

In diesem Jahr hat Baumpfleger Mehls besonders viel zu tun. Die heißen Sommer und langen Trockenzeiten haben allen Bäumen zugesetzt, aber besonders schwer haben es die Bäume in Siedlungsbereichen.

Stadtbäume haben es besonders schwer

Ihnen steht aufgrund kleinerer Wurzelräume und vieler versiegelter Flächen in der Umgebung noch weniger Wasser als Bäumen in einer natürlichen Umgebung zur Verfügung. Zusätzlich werden diese Bäume oft durch Begehung oder Befahrung des Wurzelbereichs, durch Vandalismus oder die stark aufgeheizte Umgebung zusätzlich geschwächt. Aber unsere Stadtbäume sind Kämpfer, die so weit wie möglich erhalten bleiben sollen. Mit Hilfe unseres Baumkontrolleurs gelingt uns das noch viel besser.

Übrigens: Neupflanzungen in Siedlungsbereichen werden von der Gemeinde auch gezielt nach ihrer Hitze- und Trockenheitstoleranz ausgewählt, damit sie mit den schwierigeren Bedingungen besser zurechtkommen.