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KulTurnhalle in Seelscheid: Fördermittel beantragt

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Seelscheid soll im Rahmen des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (kurz: ISEK) der Gemeinde eine integrative Sport- und Begegnungsstätte erhalten, die die abgängige Turnhalle an der Grundschule „Am Wenigerbach“ ersetzt. Für die Umsetzung des Projekts hat die Gemeindeverwaltung nun entsprechende Fördermittel aus dem Städtebauförderprogramm (STEP 2024) von Bund und Land bei der Bezirksregierung Köln beantragt.

In seiner Oktober-Sitzung votierten die Mitglieder des Ausschusses für Ortsentwicklung, Kultur und Sport einstimmig für den Förderantrag der Gemeinde zur Umsetzung der KulTurnhalle. Damit machten sie den Weg frei für die konkrete Umsetzung eines wichtigen Bausteins des ISEK-Gesamtkonzepts. Denn die kalkulierten Gesamtkosten des Projekts, inklusive Abriss der alten Einfach-Sporthalle nach Fertigstellung der KulTurnhalle, von rund 9 Millionen Euro kann die Gemeinde alleine nicht stemmen.

Gemeinde hofft auf Fördermittel in Höhe von 6,3 Millionen Euro

„Ich freue mich, dass das Projekt KulTurnhalle für Seelscheid von allen Fraktionen einstimmig mitgetragen wird. Das zeigt den hohen Stellenwert, den diese Maßnahme für den Ortsteil Seelscheid genießt. Bereits heute ist die alte, sanierungsbedürftige Turnhalle zu klein. In Zukunft soll die KulTurnhalle nicht nur dem Schul- und Vereinssport dienen, sondern auch Raum bieten für Lesungen, Kurse und Konzerte“, erläutert Bürgermeisterin Nicole Berka und ergänzt: „Ich hoffe daher sehr, dass dieses wichtige Projekt für unsere Gemeindeentwicklung mit Mitteln aus der Städtebauförderung unterstützt wird; wir haben sehr gute Chancen, weil wir bereits mit dem seinerzeit erstellen Gesamtkonzept (ISEK) diese Maßnahme angemeldet haben für eine entsprechende Förderung.“

Sollte das ISEK-Projekt KulTurnhalle in das Städtebauförderprogramm 2024 aufgenommen werden, so kalkuliert die Gemeindeverwaltung mit einer Zuwendung von 6,3 Millionen Euro. Dies entspräche 70% der indexierten Gesamtkosten.

Ein Abriss der alten Turnhalle ist nötig

Die Umsetzung der Maßnahme ist für die Jahre 2025 bis 2027 geplant und besteht aus drei Einzelmaßnahmen: der Erstellung der neuen Mehrzweckhalle, dem Abriss der alten Turnhalle und der Aufwertung und Neugestaltung der Außenanlagen. Ein Abriss ist dringend nötig, da ein erheblicher Sanierungsbedarf besteht, der energetische Standard nicht den heutigen Ansprüchen gerecht wird und der Unterhalt entsprechend teuer ist. Mit dem Neubau wird der Energiebedarf deutlich sinken und ein wichtiger Beitrag zum Erreichen der Klimaziele geleistet.

Schulamtsleiter Stefan Franken betont zudem die Wichtigkeit der KulTurnhalle gerade auch für die junge Generation: „Mit der KulTurnhalle erhält Seelscheid nicht nur eine moderne attraktive Sporthalle, sondern auch einen multifunktionalen Ort für schulische und außerschulische Angebote, wie zum Beispiel dem Jugendtreff.“

Die neue Mehrzweckhalle soll als Sportstätte und als Veranstaltungsraum für bis zu 199 Personen dienen und neben Umkleideräumen und sanitäre Einrichtungen auch über zwei bis drei Büroräume für die Ortsteil- und Vereinsarbeit verfügen. Zukünftige Nutzerinnen und Nutzer können neben der Schule auch die Sportvereine, wie der TSV Seelscheid, werden, die KG „Für uns Pänz“, die Bürgerstiftung Seelscheid und die weiteren ortsansässigen Vereine sowie die Musikschule und Volkshochschule.

 

*In einer früheren Version des Artikels wurde behauptet, dass der Gasthof Röttgen schließt. Dies trifft nicht zu. Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen.