Wespen und Hornissen – nützliche Tiere unter besonderem Schutz
In den Sommermonaten bekommen viele Bürgerinnen und Bürger unbemerkt neue „Nachbarn“: Wespen und Hornissen. Auch wenn sie beim Grillen im Garten manchmal lästig erscheinen, erfüllen diese Tiere wichtige Aufgaben in der Natur. Ein Zusammenleben mit ihnen kann für uns Menschen sogar Vorteile haben.
Je größer die Nester werden, desto auffälliger ist ihre Präsenz. Manchmal entdeckt man sogar die kunstvollen Bauten, die so groß wie ein Fußball werden können. In Deutschland gibt es viele Wespenarten – etwa zwölf davon sind staatenbildend, darunter auch die Hornisse, die größte heimische Wespenart.
Hornissen erreichen eine Körperlänge von bis zu 2,5 cm. Ihre Giftigkeit wird jedoch oft überschätzt: Ihr Stich ist nicht gefährlicher als der einer Honigbiene. Das Schmerzempfinden hängt stärker vom Einstichort als von der Insektenart ab.
Alle Wespenarten stehen in Deutschland unter Schutz. Für Hornissen gilt sogar ein besonderer Artenschutz. Das absichtliche Töten der Tiere oder die Zerstörung eines Nestes stellt eine Straftat dar und kann mit Geldbußen von bis zu 50.000 Euro geahndet werden.
Daher sollte zunächst immer geprüft werden, ob ein Zusammenleben möglich ist. In vielen Fällen profitieren die Anwohner: Wespen und Hornissen sind wichtige Blütenbestäuber und fangen Fliegen oder Mücken. Hornissen können sogar andere Wespenarten in Schach halten.
Entfernung eines Nesters erforderlich? - Das korrekte Vorgehen
Sollte ein Nest an einem stark frequentierten oder gefährlichen Platz entstehen, so ist eine Entfernung oder Umsiederlung manchmal unumgänglich.
Wichtig: Für die Umsiedelung oder Entfernung bedarf es einer Sondergenehmigung durch die Untere Naturschutzbehörde. Außerdem darf die Maßnahme nur durch zertifizierte Fachkräfte erfolgen.
Nutzen Sie die Beratungsangebote der Unteren Naturschutzbehörde:
📞 02241 - 13 3900
📧 naturschutztelefon@rhein-sieg-kreis.de
