Lange hatten wir überlegt, geplant, organisiert und zum Schluss noch ein Stoßgebet zu Petrus gesandt - und dann begann sie endlich, unsere mit viel Vorfreude erwartete
diesjährige deutsch-französische Wanderwoche.
Zum Auftakt am Montag trafen wir - unsere bereits am Vortag angereisten 15 Freunde aus Essarts en Bocage sowie wir, 17 deutsche Wanderfreunde - uns im Dorfgemeinschaftshaus Eischeid. Es war Wiedersehensfreude pur!
Eine erste Wanderung führte durch das Eischeider Tälchen - unter strahlend blauem Himmel und bei sommerlichen Temperaturen. So schmeckte das bei der Rückkehr als Apéro angebotene kühle Kölsch umso besser.
Während des gemeinsamen Mittagessens - die Gastgeber hatten ein buntes kaltes Buffet vorbereitet - wurde weiterhin lebhaft erzählt und gelacht.
Am Folgetag trafen wir uns, unter strahlend blauem Himmel, in Königswinter zu einer gemütlichen Wanderung entlang des Rheins zu einem wunderschön gelegenen Restaurant in Niederdollendorf. In dessen Biergarten mit südländischem Flair und Blick auf den Rhein lernten unsere französischen Freunde ein typisch deutsches Essen kennen:
"Rievkooche" mit diversen Beilagen. Danach ging es in einen nahe gelegenen kleinen Park zum Boule-Turnier. Dass dies auf improvisierten Bahnen auf den Split-Gehwegen stattfinden musste, tat der Begeisterung keinen Abbruch.
Am Mittwoch stand eine Fahrt mit der Kasbachtalbahn auf dem Programm. Von der Haltestelle "alte Brauerei" ging es mit einem historischen roten Schienenbus aus dem 50er Jahren hinauf nach Kalenborn, von wo aus die Wanderer ihren gut 2-stündigen Rückmarsch starteten.
Die Nicht-Wanderer unserer Gruppe besuchten die Außenanlagen des gegenüber des Bahnhofes liegenden "Little British Inn": ein skurriles Open-Air-Museum voller britischer Kuriositäten. Gemeinsames Mittagessen war in der von ihrem Interieur ebenfalls skurrilen "alten Brauerei".
Donnerstag war "frei", "jour en famille"
Am Tag darauf trafen wir uns - unter blauem Himmel - zu einer gut 2-stündigen Wanderung in der Wahner Heide.
Nach dem Flammkuchenessen im "Heidekönig" ging es auf den Michaelsberg. In einer geführten Besichtigung erfuhren wir einiges über die Geschichte der ehemaligen Abtei sowie deren neuere Nutzung durch das KSI.
Und dann kam schon der letzte gemeinsame Tag mit unseren französischen Freunden! Unter strahlend blauem Himmel - unser Stoßgebet zu Petrus war tatsächlich erhört worden! - wanderten wir Richtung Wahnbachtalsperre. Anschließend trafen wir uns alle bei Anne zum Apéro bei Wein, Wasser und vielen leckeren Häppchen. Ein gelungener schöner Start zum Finale unserer Wanderwoche.
Den Abschiedsabend, zu dem auch unser Bürgermeister Guido Vierkötter mit Ehefrau kamen, konnten wir, wie schon in den Jahren zuvor, in den stilvollen Räumlichkeiten des Kunsthauses Seelscheid feiern. Nach dem gemeinsamen Abendessen - wir hatten ein mediterranes Buffet, ergänzt um Käse und von einigen Gastgebern selbstgemachte Desserts - und einer kurzen Ansprache unseres Bürgermeisters wurde, von Rolf am Flügel begleitet, gemeinsam gesungen. Auch in diesem Jahr endete dieser stimmungsvolle Abend mit "unserem" Abschiedslied "Nehmt Abschied Brüder ungewiss" bzw. "Ce n'est qu'un au revoir"
Und dann kam der "Abschiedssonntag" - kein blauer Himmel mehr.
Denn auch er war traurig, dass eine wundervolle Wanderwoche schon wieder und wieder einmal zu Ende gegangen ist!
Aber, wie heißt es in unserem gemeinsamen Abschiedslied? "Ce n'est qu'un au revoir..."



