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Naturgartenwettbewerb: Drei Gärten zeigen, wie Artenschutz vor der eigenen Haustür gelingt

Erste Preise für Familie Cremer und Helga Riedel – Ralf Menge erhält den dritten Preis

„Ein naturnah gestalteter Garten macht weniger Arbeit – das ist ein schöner Nebeneffekt“, berichtet Alexander Cremer aus Seelscheid-Eich. Die Wildblumenwiese im Garten der Familie mäht er nur einmal im Jahr und auch Brennnesseln dürfen an manchen Stellen ungehindert wachsen. „Die Wiese, das Staudenbeet und auch die Bruchsteinmauern sind außerdem wunderschöne Hingucker und bieten Insekten, Vögeln und kleinen Tieren Nahrung und Lebensraum“, schwärmt Alexander Cremers Partnerin Susanne Stegemeyer. In diesem Sommer beobachtete sie gemeinsam mit ihren Kindern, wie sich aus Schmetterlingseiern zunächst Raupen und später Kokons entwickelten. „Das ist wie Sachkundeunterricht, nur im eigenen Garten“, erzählt sie begeistert.

Für ihren Einsatz zum Erhalt der heimischen Pflanzen- und Tierwelt wurde Familie Cremer nun mit dem ersten Preis beim Naturgartenwettbewerb des Runden Tischs Klima ausgezeichnet. Insgesamt 17 Gartenbesitzerinnen und Besitzer hatten sich am Wettbewerb beteiligt. Zur Preisverleihung waren alle Teilnehmenden in den Garten der Familie Schörghofer in Oberwennerscheid eingeladen. Ihr Gartenreich mit Teich, Totholzhecke, Trockenmauern und einer Vielzahl von heimischen Sträuchern und Blumen hatte bei der Premiere des Wettbewerbs vor zwei Jahren den ersten Preis eingeheimst.

Beim diesjährigen Wettbewerb vergab die Jury aus Fachleuten vom Runden Tisch Klima und vom Verein Naturgarten e.V. nach sogar noch einen weiteren ersten Preis. Neben Familie Cremer wurde Helga Riedel ausgezeichnet. Ihr Garten beeindruckt unter anderem durch eine große Vielfalt heimischer Stauden, Sträucher und Bäume, darunter ein über hundert Jahre alter Apfelbaum, so dass eine kühle Oase mit verschlungenen Wegen ohne versiegelte Flächen entstanden ist. Sogar der Regenwassertank ist begrünt. Der dritte Preis ging an Ralf Menge für seinen abwechslungsreich gestalteten Garten auf verschiedenen Ebenen. Zu den besonderen Elementen gehören unter anderem ein Käferkeller und ein Natursteinhaufen, die kleinen Tieren wertvolle Versteck- und Überwinterungsmöglichkeiten bieten.

Torsten Büllesbach von der VR-Bank Bonn Rhein-Sieg eG bedankte sich bei allen Teilnehmenden für ihren wertvollen Beitrag zum Schutz der heimischen Artenvielfalt. Er übergab die von der Bank gestifteten Preisgelder von jeweils 300 Euro für die ersten Preise und den mit 100 Euro ausgestatteten dritten Preis. Für den Runden Tisch begrüßte Susanne Neßhöver die Teilnehmenden. Kooperationspartner beim Wettbewerb war auch in diesem Jahr die Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid. Deren Umweltbeauftragter André Rauer sprach den Teilnehmenden, aber auch dem Runden Tisch Klima seinen Dank für das große Engagement in Sachen Natur- und Klimaschutz aus. Wer seinen Garten naturnah gestalten möchte und Beratung wünscht, kann gerne mit dem Runden Tisch Klima Kontakt aufnehmen.

Kontakt: info@runder-tisch-klima.de