Da die Kläranlage Hillesheim im Wasserschutzgebiet der Wahnbachtalsperre liegt
und damit erhöhte Anforderungen in Bezug auf das einzuleitende Abwasser
bestehen, wurde nach einer wirtschaftlichen Untersuchung entschieden, die
Kläranlage Hillesheim stillzulegen.
Das Abwasser aus dem Einzugsgebiet der Kläranlage Hillesheim soll zukünftig der
deutlich moderneren Kläranlage Seelscheid zugeführt werden. Zu diesem Zweck soll
auf dem Gelände der Kläranlage Hillesheim eine Pumpstation errichtet werden, um
das klärpflichtige Abwasser (23 l/s) aus dem Einzugsgebiet der Wahnbachtalsperre
zur Kläranlage Seelscheid zu leiten.
Die Überleitung des Abwassers erfolgt in einer PE-Druckleitung, welche im Bereich
des Einzugsgebietes der Wahnbachtalsperre zusätzlich leckageüberwacht wird (s.g.
3L-Leitung). Der Bau der Leitung erfolgt ausschließlich in öffentlichen Wegen,
überwiegend in Wirtschaftswegen abseits der Hauptverkehrsachsen als offener
Grabenbau und stellenweise im Spülbohrverfahren. Es werden trotzdem mehrere
Anliegerstraßen auf der insgesamt ca. 5,5 km langen Trasse durchquert, wodurch
Einschränkungen für die Anwohnenden zeitweise nicht gänzlich vermieden werden
können.
Der Bau der Trasse wurde im November 2025 an der Kläranlage Hillesheim
begonnen und wird voraussichtlich bis zum Ende des Frühjahres 2027 andauern.
Der Bau der Leitung erfolgt nicht an einem Stück von der KA Hillesheim zur KA
Seelscheid. Daher wird es im Verlauf der Baumaßnahme immer wieder zum Bau
einzelner Abschnitte kommen, um sowohl naturschutzrechtliche Auflagen einhalten
zu können als auch die Einschränkungen für Anwohnende möglichst gering zu
halten. Z.B. wird die Verlegung auf dem Gelände der Franziskus Schule in den
Sommerferien stattfinden, um den Schulbetrieb nicht einzuschränken.
Der genaue Baufortschritt ist leider im Vorfeld schwierig vorherzusagen und von
vielen Faktoren, vor allem den zu querenden Versorgungsleitungen, der
Bodenbeschaffenheiten und der Witterung abhängig. Daher können derzeit keine
genaueren Angaben über die Bauzeiträume getroffen werden.
Der Aggerverband und auch die Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid werden
versuchen, die Anwohnenden über Einschränkungen frühzeitig zu informieren.
Eine Übersichtskarte mit dem Trassenverlauf und den Bauabschnitten wird ebenfalls
veröffentlicht.


