Die Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid hat gemeinsam mit dem Energieunternehmen Westenergie den jährlichen Klimaschutzpreis vergeben. Mit dieser Auszeichnung werden auch in diesem Jahr wieder Projekte zum Schutz von Klima und Umwelt gewürdigt. Eine sachkundige Jury aus Vertretern der Gemeinde sowie Westenergie ermittelte die besten Projekte aus den eingereichten Bewerbungen von Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Institutionen und Unternehmen. Insgesamt wurden drei lokale Initiativen mit Preisgeldern in Höhe von 2.500 Euro ausgezeichnet.
Den ersten Platz und ein Preisgeld von 1.250 Euro erhielt das Projekt "Zweite Blüte - Wiederverwendung von Friedhofsbepflanzung" der Initiative „Runder Tisch Klima“ Neunkirchen-Seelscheid. Das Projekt ermöglicht es, gesunde Pflanzen von umgestalteten Gräbern weiterzuverwenden. Von März bis November stehen auf den Friedhöfen in Neunkirchen, Hermerath und dem evangelischen Friedhof in Seelscheid Sammelkörbe bereit, in denen Pflanzen kostenlos abgegeben und mitgenommen werden können. Ein ehrenamtliches Team kontrolliert die Körbe regelmäßig und versorgt die Pflanzen mit Wasser. Das Projekt trägt zur Abfallvermeidung bei und fördert die Wiederverwertung.
Mit dem zweiten Platz und 750 Euro wurde die "Beratung für Gartenbesitzer" der Initiative „Runder Tisch Klima“ Neunkirchen-Seelscheid prämiert. Das Projekt bietet eine kostenlose Gartenberatung für naturnahe und umweltfreundliche Gartengestaltung an. Ein ehrenamtliches Naturgarten-Team besucht Gartenbesitzer vor Ort und gibt praktische Tipps zur Verwendung heimischer Pflanzen, zur Anlage von Wasserstellen oder zur Schaffung von Lebensräumen für Insekten und Kleintiere.
Der dritte Platz mit einem Preisgeld von 500 Euro ging an das Projekt "Rotklee für die Insekten". Der Preisträger hat auf einer Fläche von 4.600 Quadratmetern in der Gemeinde Rotklee eingesät, um Bienen und Hummeln ein durchgehendes Nahrungsangebot zu bieten. Das Projekt ergänzt die vor Ort bereits vorhandenen 40 Obstbäume verschiedener alter Sorten und unterstützt die Bestäubung der Obstbäume und Pflanzen.
Bürgermeister Guido Vierkötter würdigte das Engagement der Preisträger: "Diese Projekte zeigen eindrucksvoll, wie Klimaschutz im Kleinen funktioniert. Mit viel Einsatz und Kreativität leisten die Bürgerinnen und Bürger einen wichtigen Beitrag für unsere Gemeinde und die Umwelt. Solches Engagement verdient Anerkennung und Unterstützung."
Neben den drei Gewinnern hatten sich auch weitere Personen und Institutionen um den Westenergie Klimaschutzpreis beworben.
Für Neunkirchen-Seelscheid ist es bereits der 15. Klimaschutzpreis. Auch 2026 können sich wieder Vereine und Institutionen um den Preis bewerben. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass das nachhaltige Projekt dem Allgemeinwohl dient.

